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Retrospektiv
Jürgen Tenz, 1942 in Berlin geboren, zeigt in seinen surrealistischen
Bildwelten, ausgeführt in Gouachen, Feder- und Kohlezeichnungen
von 1974 bis 1979, makabere, phantasmagorische Szenerien, in de-
nen sich die beschädigte Bewusstseinsstruktur des Menschen von
heute spiegelt. Auf denaturierten Inhalten folgen ab 1980 expressive
Stadtlandschaften, durchzogen von Straßen und Brücken, vollgestopft
mit Autos, Bauwagen, Baukränen - dazwischen posiert in abgeklärter
Innigkeit ein Frauenakt. Inszenierte Bildinhalte, in denen Bewegung
und figürliche Dialoge in bühnenähnliche Situationsräume komponiert
sind, inspiriert durch die Tanztheaterszene in Berlin sowie durch das
globalisierende Zeitalter, bestimmen das Sujet ab 1990 bis heute.

Blickpunkt, 2008, Acryl auf Papier, 50 x 60 cm
Ausstellungen in Berlin, Potsdam, ARAG-Kunstpreis Düsseldorf 1999,
Art-Brandenburg 2007, Berliner Liste 2010, Kunstverein Emsdetten,
Bretten, Mülheim a. d. Ruhr, Paris - Longjumeau, Quimper, Arcachon –
Frankreich, Aberdeen - Schottland, Sidney - Australien, Baku -
Aserbaidschan.
Publikationen: Grafikkalender von 1988 – 1992, Illustrationen zu Lyrik
und Prosa von Nepomuk Ullman: „Schwarzer Flieder“ – Haack-Verlag
Berlin, sowie „Zeit, die sich ins Lächeln mischt“, Harzer Verlag Karls-
ruhe, Edition Melanchthon 1997 – Bretten.
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